Eurogate - Passivhaussiedlung

Vom Leben im Passivhaus – „NACHHALTIG“ und „GÜNSTIG“ als Werbegag?

Als „Europas größte Passivhaussiedlung“ wird das „Eurogate“-Gelände im 3. Wiener Gemeindebezirk von Politik und Medien gerne bezeichnet. Was versteckt sich hinter der Niedrig-Energie-Fassade? Wie generieren sich Kosten und Wohnqualität in der Praxis? Erfahrungen einer Bewohnerin.

Eurogate - Passivhaussiedlung

Optisch sind die Unterschiede zwischen unserer alten Wohnung im klassischen 60er-Jahre Baustil und der neuen Niedrig-Energie-Genossenschaftswohnung auch für Laien sofort zu erkennen: Statt herkömmlichen Heizkörpern an den Innenwänden sorgen Belüftungsschlitze oberhalb der Türen und im Wohnzimmer für warme Temperaturen. Während wir vor dem Umzug noch auf eine Gastherme angewiesen waren, ersetzt nun die sogenannte kontrollierte Wohnraumbelüftung / Komfortlüftung die fossile Heizung. Diese Lüftungsanlage sorgt für eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung, bei der die Wärme der Abluft dazu verwendet wird, neue Zuluft vorzuwärmen. Aufgrund der lüftungstechnischen Anlagen, die zum Teil über der Decken in den Nebenräumen angebracht sind, unterscheiden sich die Raumhöhen innerhalb der Wohnung – während die Aufenthaltsräume bei uns eine Höhe von 2,57 Meter aufweisen, sind Vorraum, Gang und WC nur 2,22 Meter hoch. Dieser Umstand hat mich von Anfang an nicht gestört und fällt mir im Alltag auch nicht auf, jedoch hat der stetige Luftaustausch durch die Belüftungsanlage einen eigenwilligen Nebeneffekt: trockene Luft. Es riecht in der Früh zwar nicht mehr muffig im Schlafzimmer, dafür trocknen allerdings die Lippen aus.

Achtung Kostenfalle…

Das Wort „Passivhaus“ wird oft automatisch mit niedrigen Kosten assoziiert – dementsprechend gingen auch wir von niedrigeren Kostenbeiträgen aus. Und tatsächlich: laut einer Hochrechnung ersparen wir uns jährlich zirka 240 Euro an Heizkosten, allerdings sind die Betriebs- und Wartungskosten in einem Passivhaus aufgrund von regelmäßigen Kontrollen, Filterwechseln usw. höher als in anderen Wohnhäusern. Darüber hinaus hat uns im Besonderen die hohe Akontierung von „Energie Comfort“ überrascht: wir wurden mit einer Einstufung von 1,10 €/m² Wohnfläche monatlich konfrontiert – und das „nur“ für Warm- und Kaltwasser sowie die Zählermiete. Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) sind diese Preise überhöht und nicht nachvollziehbar, wie in Zeitungsartikeln (siehe weiterführende Links) nachzulesen ist.

Resümee:

Wir fühlen uns wohl im Eurogate, jedoch betragen die Energiekosten (Strom, Heizung, Warmwasser, Kaltwasser sowie die Fixkosten der Fernwärme) für 94 m² hochgerechnet insgesamt 1.848 € im Jahr. Im Vergleich dazu mussten wir im vorherigen 70er-Jahre-Bau (mit Gasheizung) für 114 m² nur 1.100 € zahlen.

Fernwärme scheint abzuzocken – und dies gilt vor allem für Passivhäuser, denn die Fixkosten überschreiten dort oft die Energiekosten an sich.

Mithilfe von Schlagwörtern wie „Nachhaltig“ und „Günstig“ werden Wohnungssuchenden Passivhäuser schmackhaft gemacht, wobei die hohen Betriebs- und Fixkosten oft nicht erwähnt werden. Deshalb ist es wichtig, für Aufklärung zu sorgen bzw. die Kostenpolitik der Energielieferanten zu hinterfragen.

„Nachhaltigkeit“ ist für mich ein Modewort; ein Verkaufsschlager; eine Worthülse, um den Konsumierenden ein gutes Gefühl zu vermitteln und die Ware besser verkaufen zu können. Wo ist ihr Anfang, wo ihr Ende?

Ein anzustrebendes Ziel im Wohnungsbau wären für mich Gebäude, die möglichst unabhängig von fossilen, externen Energieträgern sind. Können als Beispiele Sonnenkollektoren / Photovoltaik genannt werden? Gibt es eine Lobby, die „nachhaltig“ dagegen arbeitet? Was sind eure Meinungen und Erfahrungen?

Ein Leben im Passivhaus – es bleibt spannend.

 

Weiterführende Links:

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwien/stadtleben/25309_Hohe-Heizkosten-im-Sparhaus.html

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/160934_VKI-klagt-Mischek-Tochter-Wiener-Heim.html

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwien/stadtpolitik/391666_Neuer-Spar-Tarif-drueckt-Heizkosten.html

http://www.nextroom.at/article.php?id=35968 (Standardartikel, 06.06.2012)

 

Noah - Youtube-Phänomen

I am sexy and i know it!

Noah – Youtube-Phänomen mit genialer Stimme

Gänsehaut garantiert! Dieser junge Mann, der Dank einer genialen Cover-Version des Songs „I am sexy and I know it“ von LMFAO durch youtube über Nacht quasi zum Star wurde, wird mit Sicherheit ein ganz Großer im Musik-Business.
Das erste Album ist bereits in Arbeit (Release: tba), ebenso wie der Highschool-Abschluss des erst 18-Jährigen.
Mit Namen heißt der Ausnahme-Künstler Noah und ist natürlich auch auf Facebook zu finden. I like!

P.S.: Seinen Cover-Song von „I am sexy and I know it“ gibts übrigens GRATIS im Internet als MP3 zum Download.

 

 

Couchsurfing collage

Vienna is Calling you!

Was hat eine Weinverkostung, eine gratis Umarmung, ein veganes Picknick und eine Friedhofstour mit der Fußball EM gemeinsam? Sie alle sind Teil des abwechslungsreichen Programmes von Vienna Calling .

Zum vierten Mal ladet die Wiener Couchsurfing Community von 6. bis 10. Juni 2012 im Rahmen von Vienna Calling dazu ein, ihre zahlreichen Events, Tours & get-togethers mitzuerleben. Spannend wird der Ruf aus Wien nicht nur für Couchsurferinnen und Couchsurfer aus aller Welt, sondern auch für Wiener und Wienerinnen selbst.

Hörst den Sound?
Als Auftakt dient am 6. Juni die Welcome Party (gratis Eintritt) im „Replugged“, bei der einige Bands ihr Bestes von sich geben.

Hörst du‘s brutzeln?
Als traditionelles Event-Fundament dient „the Base“ am Donauufer. Ein großer Griller steht bereit, um Mitgebrachtes zum Brutzeln zu bringen – für Aktivitäten wie Workshops, Spiele, Wettbewerbe, Sport usw bietet die Wiesn der Wiener Donauinsel reichlich Platz.

Willst du mehr?
Der Link zum  Programm: http://www.vienna-calling.net/program
Programm & Wegbeschreibungen zu den einzelnen Events als PDF-Download

Was kostets?
http://www.vienna-calling.net/wristband

Viel Vergnügen @ Vienna Calling 2012!

Seilziehen auf der Donauinsel - nur eine der vielen Aktivitäten bei Vienna Calling

Klettern auf urbanem Gelände in der Stadt- Urban Bouldern

Urban Boulder Cup 2012

Unter dem Namen „The Crux“ fand gestern (nach 2011 bereits zum 2ten Mal) das Kräftemessen der besten Urban Boulder-Kletterer Wiens statt. Urban Boulder steht für „urbanes Klettern“. Im Gegensatz zum „klassischen“ Klettersport der meist in der Natur, bzw. eben ausserhalb der Ballungsräume betrieben wird, nutzt man beim Urban Boulder Gebäude und Steinwände, U-Bahn Bögen oder sonstige Stahlkonstruktionen für knifflige Kletterrouten mitten in der Stadt. Die Stadt hat eben viel zu bieten. Nicht nur für Touristen, sondern auch für Klettersportler.

Klettern auf urbanem Gelände in der Stadt- Urban Bouldern, Foto: Paul Zeiner

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